Eigentlich hatte Babe Levy Dustin Hoffman nur Marathonlaufen im Sinn. Doch dann gerät der jüngere Bruder des amerikanischen Doppelagenten Doc Levy Roy Scheider völlig ahnungslos in die Intrigen und Auseinandersetzungen um die Diamanten des ehemaligen KZ-Arztes Georg Szell Laurence Oliver. Babe wird sogar von dem sadistischen Alt-Nazi gefoltert, und er entgeht nur mit knapper Not den Anschlägen eiskalter Killer, die für den Transport der Brillanten angeheuert wurden ...
John Schlesinger (Asphalt Cowboy) führte bei diesem spannenden und unterhaltsamen Thriller aus dem Jahre 1977 Regie, der sich um den Studenten Dustin Hoffman (Die Reifeprüfung, Tootsie) dreht. Hoffman spielt einen mürrischen und feigen Einzelgänger, der mit dem Selbstmord seines Vaters, den man verdächtigt hatte, Kommunist zu sein, zu kämpfen hat. Er wird in ein undurchsichtiges Netz aus internationalen Intrigen verstrickt, als sein Bruder, CIA-Agent Doc Levy -- gespielt von Roy Scheider (Der weiße Hai, French Connection - Brennpunkt Brooklyn) -- von einem Ex-Nazi (Laurence Olivier) umgebracht wird, der in die Vereinigten Staaten eingereist ist, um wieder in den Besitz einer Tasche voller Diamanten zu gelangen. Babe (Hoffman) muss sich mit den Ängsten aus seiner Vergangenheit auseinander setzen, während er gleichzeitig um sein Leben rennt und versucht, den Tod seines Bruders zu rächen. Dieser Film, dessen Drehbuch von William Goldman (Zwei Banditen, Die Unbestechlichen) geschrieben wurde, bietet nicht nur die berühmte Folterszene und eine hervorragende Besetzung (darunter William Devane und Marthe Keller), er ist auch ein tolles Stück Unterhaltung und stellt einen der einflussreichsten Filme der 70er-Jahre dar. --Robert Lane
Babe Levy, der marathonlaufende jüngere Bruder des amerikanischen Doppelagenten Doc Levy, gerät völlig ahnungslos in die Intrigen und Auseinandersetzungen um die Diamanten des ehemaligen KZ-Arztes Georg Szell. Er wird gefoltert und entgeht nur mit knapper Not den Anschlägen eiskalter Killer, die für den Abtransport der hochkarätigen Brillanten engagiert wurden...
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch bietet die DVD das was anno 1976 möglich war. Das ist kein Makel, aber wir testen nunmal das Ergebnis am technisch Machbaren. Die zum Teil liebevolle Aufbereitung der Vorlage rechtfertigt Respekt. Das gebotene Bonusmaterial ist umfangreich und vollständig in 18! Sprachen untertitelbar, ein immenser Aufwand und auch sehr sinnvoll. Das Making Of ist der Favorit und ist noch weitgehend frei von heutigen Platitüden der Marketing-Abteilungen.
Bild: Gute 25 Jahre haben ihre Spuren am Quellmaterial hinterlassen. Allerdings ist die Detailschärfe in den Karos auf Sakkos gut, wenn William Devane nah an der Kamera steht. Ansonsten sind die Gesichter deutlich weich (00.32.00), wie auch alle weiteren Konturen. Die vielen Brauntöne und das Alter der Vorlage hinterlassen einen farbarmen und kontrastschwachen Eindruck, der Dustin Hoffman schon mal nahezu verschluckt, wenn dieser im Treppenhaus steht (00.27.10). Das sichtbare Rauschen tritt zwar nicht ernsthaft störend auf, ist aber ein gefundes Fressen für einen leichten Mattscheibeneffekt (00.26.58, 00.41.29). Die Farben sind auch deutlich ausgeblichen, so daß hier nur mit etwas gutem Willen ein "Durchschnittlich" erwirkt werden kann.
Ton: Der deutsche Monoton klingt sehr natürlich und teils auch satt, wenn Dustin Hoffman im Verhör von Janeway antwortet. Raumeindruck und Effekte sind hier natürlich nicht zu erwarten und auch gar nicht 1976 erdacht worden. Die englische 5.1-Mischung wurde sehr sanft, aber doch effektreich hochgemixt. So explodiert der Tankwagen schon mit spürbarer Resonanz udn auch ein gewisser Stereoeffekt ist annehmbar. Die Stimmkraft hinkt hier aber hinter der wohgesättigten deutschen Fassung zurück. --movieman.de
Während Marathonläufer Babe am Hudson Runden zieht, entkommt in Paris Doc Levi, Babes älter Bruder und Doppelagent, mehreren Anschlägen. Doc reist nach New York, weil Babe von Unbekannten belästigt wird, die Doc erledigen wollen. Drahtzieher ist Georg Szell, der "weiße Engel", der Diamanten verhökern will, die die Nazis vergasten Juden abnahmen. Doc wird getötet, Babe gefangen und von Szell gefoltert. Babe entkommt, verliert bei einer Schießerei Freundin Elsa, stellt Szell beim Verlassen der Bank und rechnet am Hudson mit ihm ab.
Außergewöhnlich spannender Thriller von John Schlesinger nach dem Roman von William Goldman. Dustin Hoffman kannte Schlesinger von "Asphalt Cowboy" her und absolvierte zur Vorbereitung als zäher Perfektionist täglich endlose Kilometer im Central Park. In der denkwürdigsten Szene wird Hoffman von Schauspielerlegende Sir Laurence Olivier mit dem Zahnarztbesteck gefoltert. Der Spionagethriller wurde Schlesingers größter kommerzieller Erfolg. Die Kamera führte der zweifache Oscar-Preisträger Conrad Hall (1926 - 2003).
Ein amerikanischer Student wird unversehens mit den mörderischen Aktivitäten einer Verbrecherorganisation konfrontiert, die sich aus ehemaligen Nazis zusammensetzt.
Dustin Hoffman wird mit dem Zahnbesteck gefoltert.
Babe Levy, der marathonlaufende jüngere Bruder des amerikanischen Doppelagenten Doc Levy, gerät völlig ahnungslos in die Intrigen und Auseinandersetzungen um die Diamanten des ehemaligen KZ-Arztes Georg Szell. Er wird gefoltert und entgeht nur mit knapper Not den Anschlägen eiskalter Killer, die für den Abtransport der hochkarätigen Brillanten engagiert wurden...
Stellen Sie sich vor, Ihr erstochener Bruder schleppt sich in Ihr Haus und stirbt, bevor er Ihnen sagen kann, wer sein Mörder ist. Der Mörder glaubt aber, dass er Ihnen noch schnell was gesteckt hat - und um Sie mundtot zu machen, werden Sie zur Zielscheibe organisierter Verbrecher. Und selbst die, denen Sie bisher getraut haben, entpuppen sich als falsch. Das muss der Protagonist dieses packenden Klassikers erleben.
Roy Scheider, den ich gerne sehe, verlässt mir zwar etwas zu früh die Bildscheibe (weil er das Mordopfer spielt), aber von jener Szene an entwickelt die Geschichte des gejagten Dustin Hoffman eine Dauer-Knisterspannung, die bis zum Showdown anhält. Ein Marathonlauf der Suspense also - sehr zu empfehlen.
(wird hier, wie bereits angegeben, mit "sind sie sicher ?" untertitelt...)
Mit dieser simplen, mehrmaligen Frage und -gerade- seinen darauf folgenden
Handlungen schaffte es Sir Lawrence Olivier, es war -soweit mir jedenfalls
bekannt- auch, außer noch etwas jünger in "Spartacus" ,-der 1960er Version
von Regisseur Stanley Kubrick... auch nur seine einzige(n) Darstellungen
als "Film - Bösewicht", einer ganzen (und wschl. auch den nachfolgenden)
Generation den Gang zum Zahnarzt entgültig zu vergraulen, die bereits
vorher schon gewisse Ängste davor hatten.
Zur Handlung: Nachdem sein Bruder nach einem Streit mit einem alten Juden
und einem darauf folgenden, etwas merkwürdigen "Autorennen" das zeitliche
gesegnet hat, ist der untergetauchte Alt - Nazi Szell (Lawrence Olivier),
gezwungen, aus seinem südamerikanischen Exil wieder in die USA zu kommen.
Etwa zur selben Zeit bereitet sich "Babe" Lavi (Dustin Hoffman) auf den
New Yorker Marathon - Lauf vor, da bekommt er unerwartet Besuch von seinem
Bruder "Doc" Levi (Roy Scheider ... "der weiße Hai", "das fliegende Auge")
,vom dem sich im nachhinein herausstellt, das er dem Geheimdienst angehört
und dieser vorher über das versteck Szell's informiert war, allerdings nix
zu dessen Verhaftung unternommen hat, weil sie von dessen Angaben (Verrat
und Denunziation anderer untergetauchter Kriegsverbrecher) profitierten.
Während eines Treffens von "Doc" und Szell gibt dieser ihm zu verstehen,
das er vorhat, ihn später "fallen" zu lassen, daraufhin rammt ihm Szell
eine Klinge, die über eine Apparatur an seinem Handgelenk befestigt ist,
in den Bauch.
Mit letzter Kraft gelingt es "Doc" noch zu "Babe" zu kommen, stirbt aber
darauf in dessen Armen (ob er ihm noch wichtige Informationen geben kann
oder nicht, wird hier nicht exakt gezeigt), nun steht allerdings "Babe"
als Außenstehender und völlig Unbeteiligter im Mittelpunkt beim Spiel um
die Interessen der gegenseitigen Kräfte...
Mehr soll(te) an dieser Stelle noch nicht verraten werden, auch für alle
"glücklichen", die den Film noch garnicht kennen sollten... vieleicht nur
noch soviel:
1. Die spätere, vorgetäuschte "Befreiungs - Szene" von Dustin Hoffman ist
fast 1-1 nochmals bei der TV-Verfilmung "das Jesus Video" zur Verwendung
gekommen und wurde dort mehr schlecht als recht bzw. künstlich "spannend"
,aber -auch dramaturgisch- ganz billig adaptiert/kopiert.
2. Gewisse -gedanklich/geistige- Parallelen z.B. zu SS-Arzt Josef Mengele,
die beim anschauen in Gedanken aufkommen könnten, waren wschl. auch "so"
beabsichtigt (!?), umso interessanter, das hier auch einmal auf die nun
bereits bekannten "Seilschaften" der US-Behörden mit ihren "Feinden" gut
(genug) eingegangen wird, daher kann auch dieser Film hier nicht mehr als
ganz "typischer Hollywood - Film" angesehen werden und muß mehr in einer
Sparte mit z.B. "Bonnie & Clyde" oder "Duell am Missouri" genannt sein.
3. Auch sehr interessant (und dabei vor allem auch irgendwie lehrreich
wie nachdenklich stimmend) die Schlußeinstellungen, als Lawrence Olivier
in seiner Rolle des "Szell" (von den KZ-Überlebenden "der weiße Engel"
genannt) gezwungen ist, durch eine von Juden dichtbevölkerte Gegend zu
laufen, und hier(bei) vor allem durch's rein mimische, überzeugende Spiel
dabei, und völlig ohne irgendeinen Dialog, sehr realistisch dargestellt.
Naja, wie auch immer (FAZIT:), als KAUFTIP und ebenso AUSLEIHTIP nur sehr
zu empfehlen, auch für alle, die von Charakter - Rollen Dustin Hoffman's
nicht genug sehen können und sich nicht nur ständig von Special - Effekten
(die kein Ersatz für gute Schauspieler sind !) volldröhnen lassen wollen.
löste dieser Film bei mir aus - denn ich hatte nur gute Unterhaltung erwartet aber nicht in dieser Qualität.
Was also macht diesen Film so gut?
1. Noch nicht genannt wurde die Musik: Sie ist recht typisch für dieses Genre in den 70ern. Aber das Hauptthema ist echt klasse: Es stimmt immer zu einer Hymne an um dann von schrägen Moog-Klängen zerrissen zu werden. Das passt zum Hauptdarsteller Dustin Hoffmann, einem jungen Studenten der anhebt zu einer großen Universitätskarriere und zu seinem ersten Marathon, doch jäh aus seinen Plänen herausgerissen wird durch seinen Bruder den unnahbaren und wirklich gut aussehenden Roy Scheider.
2. Dieser Film steht für SORGFALT. Die Drehorte sind fantastisch ausgewählt und perfekt eingefangen. Paris und New York. Auch in diesem Film fällt wieder einmal auf, dass New York in den 70er Jahren völlig anders dargestellt wurde als heute - auf das Monumentale der Skyline, geflimt aus der Luft, wird verzichtet. Stattdessen wird die Welt von unten gezeigt, grau und düster. Viele Szenen haben alleine einen reinen Schauwert. Wer gerne Stadtfilme anschaut ist hier richtig! Ach ja auch die Architektur ist lustig etwa am New Yorker Flughafen diese Gateway-Tubes in den 70ern. Schade das es sowas nicht mehr gibt...
3. SUSPENSE: Alleine schon die Zeit die man als Zuschauer mit der Frage verbringt was da eigentlich los ist ist klasse: Was macht Roy Scheider da eigentlich? Ist er ein Nazi-Verbrecher? Oder ein FBI-Agent? Und was hat dieser Läufer damit zu tun? Dieser Film lässt einen rätseln - über viele Fragen bis zum Ende. Sehr spannend.
4. Das Zusatzmaterial auf der DVD: Endlich mal wieder eine DVD mit guten Extras! Die Interviews mit den Schauspielern 20 Jahre später sind sehr lehrreich und z. T. auch lustig. Wirklich toll finde ich aber die Probeaufnahmen - Marthe Keller war gerade in den USA und lernte Englisch mit den anderen. Ungeheuer spannend zu sehen, wie die Akteure beginnen ein Gefühl füreinander zu entwickeln - es hat dem Film nicht geschadet.
5. Diverse Szenen sind stilprägend gewesen und wurde schon erwähnt. Nur kurz daher: Der Folterzahnarzt, der Mörder in Paris, der KZ-Arzt im jüdischen Viertel New Yorks, der Streit zwischen einem UraltNazi und einem UraltJuden in dem mal wieder das alte "SCHMOCK" Schimpfwort zu hören ist.
Tipp: Englisches Original hören da in der Synchronisation einiges verloren geht. So wird etwa aus "Are you safe?" ein "Ist es sicher?" was ich echt nicht verstehe.
Fazit: Super Film - unbedingt angucken
Ja, ich bin sicher! Der Marathon-Mann ist einer der großen beinharten Thriller und ein Highlight der mit hervorragenden Filmen dieser Genres reich gesegneten Hollywood-Phase zwischen etwa 1968 und 1979!
Die beklemmende Athmosphäre des Films geht unter die Haut, überraschende Wendungen geben der straighten story zusätzlich jede Menge Dynamik. Angst und Schmerz sind fast körperlich spürbar während der dentalen "Behandlung" durch den ehemaligen KZ-Schergen Weißer Engel. Ein zynischer Widerspruch dieser Name, steckt hinter dem Weißen Kittel des zur Hilfe verpflichteten Arztes doch in Wirklichkeit ein eiskalter, brutaler Unmensch mit "guten Umgangsformen" doch allem anderem als einer weißen Weste.
Einsame Orte, scheinbar ausweglose Situationen und Freunde, die zu Feinden werden, prägen die fast kafkaeske klaustrophobische und paranoide Stimmung des Films und ziehen den Zuschauer sogartig mitten hinein in den verzweifelten Kampf eines unschuldig Verfolgten der Moderne gegen ein Monster aus einer dunklen Zeit vor seiner Zeit. 100% spannend und ein Must für Freunde sehr gut gemachter Thriller!
Brutal, schockierend und vielleicht auch deswegen so genial. ""Der Marathon Mann" fasziniert immer wieder aufs Neue. Dieser Film setzt nicht auf effekthascherische Explosionen, Shootouts oder sonstiges. Er konfrontiert einen eher mit subtilen Horrorelementen. Der sadistische Zahnarzt, gespielt vom genialen Sir Laurence Olivier wird ebenso in die Filmgeschichte eingehen wie der in diesem Film großartige Roy Scheider, der einen Agenten und Dustin Hoffmans Bruder mimt. Die Spannung dieses Films ist gegen Ende kaum auszuhalten, langsam und immer schneller werdend schreitet die Handlung fort. Dieser Film setzt auf eine gut ausgetüfftelte Story und geniale Charaktere, die von genialen Schauspielern verkörpert werden. Bitte schaut euch diesen Film an
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